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Über Pankow
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Berlin-Pankow war schon immer eine Reise wert
Liebe Berlin-Besucher,
nachfolgend möchte ich, Ihr angepeilter Reise-Stadtbezirk Berlin-Pankow,
Ihnen kurz meine Geschichte erzählen - von ein paar hundert Jahren früher bis
heute.
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Erstmals
in alten Urkunden wird von mir im 13. Jahrhundert berichtet.
Damals war ich ein kleines Angerdorf. Beschaulich verlief mein
Dasein über lange Zeit. Aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts
stammen Nachrichten über ein Gut in Niederschönhausen (das
spätere Schloß Schönhausen ). Als dann am 13. August 1700 das
kurfürstliche Kabinett im Schloß Schönhausen ( im heutigen
Ortsteil Pankow-Niederschönhausen ) tagte, um beim Kaiser in
Wien die Königskrone einzufordern, trat ich aus dem Schatten
meiner Geschichte heraus und nahm Einfluß auf nationale und
internationale Entwicklungen.
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So führte der mehr als 50jährige Wohnsitz ( 1740 - 1793 )
der Gemahlin des preußischen Königs Friedrich
II
( Friedrich der Große ) im Schloß Schönhausen zu einem umfangreichen
Gedanken- und Meinungsaustausch mit Gästen des Potsdamer
Hofes.
Im 19. Jahrhundert wurde ich zunehmend für die einfachen Berliner zum
Ausflugsziel. Mit "Kind und Kegel" kamen sie an Sonn- und
Feiertagen vor die Tore der immer dichter bebauten Stadt Berlin zu mir
"inīs Grüne".
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In vielen Liedern wurde mir liebevoll gehuldigt - hören Sie bitte mal rein:
"Komm Karlineken, komm,
wir wollīn nach Pankow jehn, da ist es wunderschön. Da kannste baden jehn,
und ick dir nackend sehn, Du brauchst Dir nicht zu schäam! oder
"Pankow,Pankow,Pankow, kille kille Pankow, kille kille hopsassa"
oder "Herr Bolle nahm zu Pfingsten nach Pankow hin sein Ziel...... In
Pankow gabs kein Essen, in Pankow gabs kein Bier. War alles aufgefressen,
von viele Leute hier. Nich mal ne Butterstulle hat man ihm reserviert. Aber
dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert...."
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Sehr bald entdeckten auch wohlhabende Berliner Kaufleute
und Bankiers das "Paradies an der Panke" mit meinen vielen
Parks und Grünanlagen als attraktiven Wohnstandort. Viele
Gründerzeithäuser und Villen zeugen heute noch von dieser
Entdeckerzeit. Die Künstler ließen auch nicht lange auf sich warten
und bereicherten mich auf ihre Weise. Im Jahre 1920 wurde ich dann
ein "Berliner", denn in diesem Jahr wurde die Einheitsgemeinde
Groß-Berlin gebildet und ich war mit von der
Partie.
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Die Kriegswirren habe ich relativ gut überstanden,
weshalb ich auch heute wieder viele alte Häuser in neuem Glanz
vorzeigen kann. Am 7. Okt. 1949 wurde die
DDR gegründet, und der Amtssitz des ersten Präsidenten der DDR,
Wilhelm Pieck, wird Schloß Schönhausen. Der anfängliche Wohnsitz der
meisten DDR-Regierungsmitglieder war das gut gesicherte
"Städtchen" am Majakowskiring, ganz in der Nähe von Schloß
Schönhausen. In den folgenden Jahren wurde Schloß Schönhausen sehr
oft als Gästehaus für Staatsbesuche genutzt.
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Nach dem Mauerfall wurden im Schloß Schönhausen
1989/1990 die Gespräche am "Runden Tisch" zwischen der
Regierung der DDR und der Opposition geführt. Danach fand die zweite
Runde der Zwei+Vier-Gespräche zur Wiederherstellung der deutschen
Einheit im Schloß statt.
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Im Jahre 2001 habe ich mich bei der Bezirksreform mit
den Bezirken Prenzlauer Berg und Weißensee zum Groß-Bezirk Pankow
zusammengerauft, um einige Mittel bei der Verwaltung einzusparen. Ich,
der ehemalige Bezirk Pankow, bin flächenmäßig der größte der drei
Fusionspartner. Nach wie vor bin ich schön grün mit idyllischer Ruhe
und Beschaulichkeit aber auch mit reger Geschäftigkeit im Zentrum. Den
alteingesessenen und den neuen Pankowern gefällt diese Mischung sehr
gut. Entgegen dem allgemeinen Berliner Trend kann ich mich über einen
erheblichen Bevölkerungszuwachs freuen und habe mich zu einem
attraktiven Kiez für Wohnen, Arbeiten und Kultur gemausert.
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Nicht umsonst heißt unser Schloß
"Schönhausen" - bei mir läßt es sich wirklich sehr
s c h ö n h
a u s e n
Es gibt noch so viel zu erzählen - kommen Sie einfach
mal vorbei !
Einwohner: 332.549 (August 2001)
Größe: 10.301 ha
Quelle: Bezirksmagazin Prenzlauer Berg,Weißensee,Pankow April 2002
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Lage | Bilder Gallerien
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